Thema: Eigenes Refugium - Gratulation oder Mitleid???
Dagmar

Survival-Freak
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verfasst:
17.Aug 2007 - 10:53

Hallo,

habe gestern beim Notar den Kaufvertrag für mein zukünftiges Refugium unterschrieben. Dauert jetzt aber wohl noch zwischen 3 und 6 Monaten bis zur Grundbucheintragung, deshalb kann ich mich jetzt erst zu 99% freuen, eine kleine Restunsicherheit bleibt. Es müssen anscheinend noch eine Unzahl von Behörden ihre Zustimmung geben, hoffentlich nur noch Formsache.

Kurz zum Hof.

Ist ein ganz kleiner Bauernhof. Ein Wohngebäude, EG, OG und DG. Zusammen wohl ca. 150m² zukünftige Wohnfläche. Im Moment nicht bewohnbar, da eigentlich Rohbauzustand. Dazu eine Scheune, ca. 60m² und Stallungen so ca. 70m². Ein kleiner Gewölbekeller so ca. 15m². Die Gebäude liegen ziemlich mittig auf dem Grundstück, dieses hat so ca. 27.000m². Ein Brunnen ist schon vorhanden. Insgesamt drei direkte Nachbarn so jeweils zwischen 150 und 300 m entfernt. Alles Acker und Grünland, großteils derzeit verpachtet. Aber zum Anfang habe ich so ca. 6000m² direkt zur Verfügung. Die anderen Flächen kommen dann in einigen Jahren dann dazu, wenn der Pachtvertrag mit der Agrargeossenschaft ausläuft. Bodenpunkte so zwischen 35 und 70, Getreide und Mais wurden dieses Jahr teilweise direkt dort angebaut.

Ist sehr ländlich, andererseits auf der nächsten Bundesstraße dann doch nur ca. 30 km bis Dresden.

Ist natürlich nicht ganz mein Traum-Refugium (kleine alte Burg mit Wassergraben, 10 Hektar Land, eigene Quelle die einen starken Bachlauf ernährt, der "Wasserstrom" erzeugt, einen Teich - so ca. 2000qm, 2 Hektar alten Baumbestand, natürlich Mischwald, Mittelgebirgsraum gelegen, Sturm und Hochwassersicher, etc. etc.)Und Kaufkosten dafür maximal 10.000 Euro icon_razz icon_biggrin

Aber da ich keine Lust hatte auf den Traumhof zu warten, habe ich eben früher zugeschlagen, erfüllt doch weitestgehend meine Anforderungen.

Also jetzt könnt ihr mir entweder gratulieren oder mich bemitleiden. Weil jetzt weiß ich wo ich mich viele Wochenenden und auch im Urlaub aufhalten werden. Und daß ich kein Geld mehr übrig haben werde für irgendwelchen Survival-Luxus.

Drückt mir bitte alle einfach kräftig die Daumen.


Dagmar icon_rolleyes
bergmensch

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verfasst:
17.Aug 2007 - 11:36

Hallo Dagmar,

meinen Glückwunsch zu diesem mutigen Schritt. icon_smile

Kostenmäßig durfte sich das vermutlich halbwegs in Grenzen gehalten haben? Nun geht die Renovierung los. Vermutlich erstmal ne "Entbuschung" rund ums Haus und dann Dach und Fenster neu, Fußböden und Heizmöglichkeit. Wenn Du noch nicht permanent dort wohnen wirst, würde ich drüber nachdenken, alle Fenster und Türen so früh wie möglich vandalensicher zu vergittern und "Reichtumsanzeiger" (Satschüssel, Solarkollektoren) möglichst uneinsehbar zu montieren. Bekannte von mir fuhren recht gut damit, bei einem ähnlichen Projekt einen "Baustellencontainer" aus Stahlblech als Geräte und Werkzeuglager in der Scheune zu haben. Die sind recht gut gegen Aufbruchsversuche geschützt, denn mit neigeirigen Besuchern muss man immer rechnen, sobald ein bisher leeres Objekt den Besitzer gewechselt hat und Bauaktivitäten sichtbar werden.

Viel Erfolg!


bergmensch
Anonymous 
unregistrierter Benutzer

verfasst:
17.Aug 2007 - 12:25

Hi Dagmar,

auch herzlichen Glückwunsch von mir!

Meine Eltern haben damals Ähnliches gemacht, von der Stadt ins Land - 2000m² Grundfläche und
ein Blockhaus darauf. aber schon unterkellert. ist eine recht brauchbare Hütte (nö, eh großes
Haus) geworden. das Dumme an Blockhäusern ist, das Sie immer wieder zusammensacken da das Holz
noch arbeitet, das man jede Kleinigkeit durch alle Wände hört und wo man hinsieht nur Holz ist
und das deprimiert. naja. und Licht fressen tuts auch

wünsch Dir alles Gute bei Deinem Projekt, Wir halten Dir die Daumen, das wird schon...

mfg Peter
wolpertinger

Survival-Freak
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Beiträge: 171

verfasst:
17.Aug 2007 - 12:35

hallo dagmar
glückwunsch zur neuerwerbung. du willst nicht dauerhaft dort wohnen, oder? wie willst du dich dann vor "einkaufstouren" schützen? bei uns im baugebiet werden beinahe wöchentlich ganze rohbauten ausgeräumt und das trotz dichter bebauung. wie willst du dich da gegen schützen? ich würd als eine der ersten arbeiten obstbäume setzen da diese ja einige jahre brauchen um erntereif zu werden. danach würde ich mir gedanken über ein sicherungskonzept, alarmierung machen. sonst verwechselt irgendwann mal einer deinen hof mit einem baumarkt.
wünsch dir viel erfolg
wolpi

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Wir sorgen vor um zu leben, und leben nicht um vorsorge zu treffen...
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Anonymous 
unregistrierter Benutzer

verfasst:
17.Aug 2007 - 12:44

achja, bevor ichs vergiss -

gerade wurde der Balkon fertiggestellt, auf den ich 10 Jahre meines Lebens gewartet habe. und das
kurz vor meinem Umzug - - Bullshit
Dagmar

Survival-Freak
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verfasst:
17.Aug 2007 - 13:23

Hallo,

erst einmal Danke für den positiven Zuspruch. Kann ich wirklich gebrauchen.

Geplant ist die Renovierung über Arbeitseinheiten am Wochenende und im Urlaub. Und wie ihr schon richtig bemerkt habt, kamen auch bei mir sehr schnell Gedanken zur Sicherung des Refugiums so ziemlich an erster Stelle.

Geplant habe ich, vor die Fenster Fensterflügel aus Holz mit Stahleinlage zu bauen. Auch die Türe wird sehr stabil ausfallen (da verrate ich aber hier nicht alle Einzelheiten, vielleicht liest daa ja ein böser Bube mit icon_evil ). Aber Freunde denen ich meine Ideen erklärt habe, meinten schon, daß mit meinen Planungen große Sicherheiten einhergehen. Aber für Tipps bin ich weiterhin dankbar.

Da aber mit genügend Zeit alles zu "knacken" ist, überlege ich eine Videoüberwachung mit Alarmierung dort vor Ort zu installieren. Das kann aber eventuell leider an den hohen Kosten scheitern.

Es gibt von der Firma MOBOTIX Netzwerkkameras mit hoher Auflösung. Dort kann man mit der mitgelieferten entsprechenden Software "Alarmfelder" definieren. Also nimmt z.B. die Kamera die ganze Außenseite eines Hauses auf, kann man nur die Fenster und Teile der Türe als Ereignisfelder definieren, und wenn dann dort sich mehrere Pixel verändern (Anzahl und Größe kann man auch definieren), wird ein Alarm ausgelöst. Dieser sollte dann per GSM oder UTMS Netz auf mein Handy laufen und ich könnte dann von jedem PC oder Internetfähigem PDA sehen, was dort vor Ort abläuft. Und dann gegebenenfalls die dortige Polizei von hier aus (Stuttgart) alarmieren. Also verhindern, daß es ständige Fehlalarme gibt.

Aber da habe ich mich noch nicht festgelegt. Vielleicht habt ihr da ja auch gute Vorschläge. Bin da für jeden Tipp dankbar.


Dagmar icon_rolleyes


chamenos

Hobby-Survivor
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Beiträge: 69

verfasst:
17.Aug 2007 - 14:54

Moin

Und GRATULATION!!!!

Mein Tip zum Thema Sicherheit: Die Nachbarn!

Wenn ich richtig kombiniere, dann reden wir hier von Stuttgart-Dresden. Wie willst Du denn da mal schnell nach dem Rechten sehen, wenn der Alarm losgeht?

Fensterläden und eine stabile Tür sind schon mal sehr viel wert. Und die wertvollen Maschinen usw. würde ich bei dem mir genehmsten Nachbarn im Schuppen parken.

Weil: Wer wirklich einbrechen will, der wird das auch machen. Und dann halten sich die Verluste in Grenzen.
Aber lass ein paar "Opferanoden" im Haus (nen DVD-Player, eine kleine Stahlkassette mit um die 100¤ und ähnlichen Kram). Halt um die 250,-¤ Wertgegenstände. Dann hält sich auch der Vandalismus in Grenzen.

Denn wenn einem die Arsch---cher aus Frust alle Scheiben einschlagen und die Regale umkippen sind schnell ein Jahr Arbeit im Eimer (Wenn man da nur an den Wochenenden und im Urlaub hinkommt).

Aber wie schon zu Anfang gesagt: das beste sind immer noch Nachbarn, die regelmäßig nach dem Rechten sehen.

Gruß

chamenos
Anonymous 
unregistrierter Benutzer

verfasst:
17.Aug 2007 - 15:10

Hm...

hast ja schön erklärt, wie Überwachungskameras funktionieren und warum der
Alarm ausgelöst wird. interessant.

Würde das Werkzeug auch nicht auf der Baustelle rumliegen lassen, versuchs irgendwo einzusperren
wenn Du es verlässt! (Spind mit Schließfach, verschlossene Truhe die an einem schweren, stabilen
Gegenstand gekettet ist?) oder Du nimmst tragbares Werkzeug wieder mit Dir mit (Hammer, Säge,
Wasserwaage, Spachtel usw...)

mfg
bergmensch

Survival-Freak
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Beiträge: 130

verfasst:
17.Aug 2007 - 15:25

Hallo,

gerade wenn man erst mal nicht regelmäßig vor Ort ist, würde ich als erste die "Eigentumssicherung" in Angriff nehmen. Als "Grundbesitzer" haftet man nämlich auch schon, wenn einem unerlaubt auf dem Gelände spielenden Kind ein Dachziegel auf den Kopp fällt.

Unschön, aber wirksam gegen (nichtausgerüstete) Gelegenheitsbesucher/Jugendliche ist ein 2m hoher stabiler Zaun, vor dem evtl. noch ein umlaufender V-förmiger "Entwässerungsgraben" angelegt ist (dann ist das Hindernis noch höher und man fährt nicht eben mal mit nem Fahrzeug direkt an den Zaun ran, um drüber zu klettern. Bei großem Gelände natürlich sehr aufwendig.

Mit der Zeit recht wirkungsvoll sind Brombeerhecken, das isst quasi grüner Stacheldraht. Braucht aber ein paar Jahre, bis er wirklich "dicht" ist.

Die Bundeswehr tarnt hierzulande ihre Mun-Depots, Feldlager etc. optisch noch mit mehreren Reihen Tannenbäumen/Fichten hinterm Zaun. Gibt im Flachland auch noch einen guten Windschutz ab (und irgendwann mal Bau- bzw. Brennholz). Dauert aber auch 10-20 Jahre bis sowas wirklich "blickdicht" ist.

Grundsätzlich gilt für unerwünschte Besucher "was ich nicht weiss, macht mich nicht heiss". Diskret und unauffällig agieren, nicht stapelweise Baumaterial im Freien lagern usw.

Wenn eine Scheune da ist, würd ich die provisorisch "befestigen" und ernsthaft über ein zwei alte Seecontainer/Baucontainer nachdenken.

Die Kameraüberwachung aus der Ferne ist schön und gut, aber da muss man den für die Gegend zuständigen Polizeiposten dann schon gut "füttern", dass die jedesmal rausfahren, um festzustellen, dass nichts zu sehen ist.
Was ich machen würde, wäre ne diskrete Kameraüberwachung mit guten(!) Kameras, um die Zufahrt, Hofstelle etc. per PC zu überwachen und Bewegungen aufzuzeichnen. Die Kameras müssem hochauflösend sein (am besten HDTV, 2 Megapixel), damit man auch Gesichter, Autokennzeichen etc. erkennen kann. Das schützt zwar nicht vor Diebstahl, aber wenn man die Typen und ihr Fahrzeug dabei filmen kann, hilft das der Polizei bei Ermittlungen ungemein weiter. Wir haben auf diese Weise auch schon mal während unseres Urlaubs unsern Hof überwacht. Einfach ne gute Webcam unters Dach, kaum sichtbar, auf den Bereich Haustür/Hofeinfahrt gerichtet und mit einer Videosoftware nur bei Bewegungen in bestimmten Zonen aufzeichnen lassen. Das spart Speicherplatz auf der Festplatte, da reichen 4-5 GByte dann schon mal für ne Woche Überwachung (je nachdem wieviele "Besucher" ne Aufzeichnung auslösen...bei uns warens v.a. Spatzen, die sich die Kamera aus der Nähe angeguckt haben icon_cool ).

Fenster würde ich zumindest im EG alle mit flach an der Fassade anliegenden durch die Wand geschraubten Gittern sichern. Und alle "Kletterhilfen" rund ums Haus entfernen (Bäume zurückschneiden, bauchige Ziergitter an Fenstern ersetzen, keine Leiter im Obstbaum...).

Wenn die Gegend eher "feucht" als staubig trocken ist, könnte man rings um den inneren Refugiumsbereich auch eine mehrere Meter breite "Matschzone" anlegen, ähnlich wie ein tief zerfurchter Waldweg, wenn Holzrückearbeiten waren. Das hält Gelegnheitsbesucher auch davon hab, mal eben ums Haus zu geistern.

Oder aber, man sucht sich einen loyalen (arbeitslosen) Menschen vor Ort, der z.B. gegen kostenlose Wohnmöglichkeit in einem Nebengebäude und bezahlte "Hausmeistertätigkeiten" sich kümmert und einfach "anwesend" ist. Wenn abends im/ums Refugium Licht brennt und menschl. Aktivitäten sichtbar sind, dann schreckt das auch so manchen ab. Ohne jemanden vor Ort als "Bauarbeiter" zu haben, wird es ohnehin schwierig sein, das Projekt in vernünftigem Zeitrahmen durchzuziehen (vom Raum Stuttgart fährt man ja auch nicht mal eben nach Feierabend 500km nach Dresden, um noch ein Mäuerchen hochzuziehen). Allein schon die Besorgungsfahrten (Baumaterial, Baumarkteinkäufe) kosten sehr viel Zeit, wenn die dann noch am "Bauwochenende" gemacht werden müssen.

Ich hab mein "Refugiumsprojekt" vor zwei Jahren angefangen, gut, es ist zum einen nur 50km von meinem alten Wohnort weg gewesen und mittlerweile ist mein Refugium auch mein Hauptwohnsitz (jetzt ist der Arbeitsplatz halt 50km entfernt...aber das ist es mir Wert, das Refugium wird haltbarer sein als mein Arbeitsplatz vermute ich...).

Wir mussten unser Traumhaus quasi auch erstmal in denRohbauzustand "zurückbauen", um es dann zu sanieren und so wie wir es wollten. Wir waren zu zweit und konnten auf tatkräftige Mithilfe aus Familie und Freundeskreis bauen. Aber allein im ersten Jahr leisteten meine Freundin und ich gut 700 Stunden Arbeit innerhalb von 5 Monaten (wir wollten im Kaufjahr auch noch einziehen, das schafften wir gerade so an Silvester...). Aufwendige Arbeiten ließen wir von Handwerksbetrieben machen (Dachstuhlsanierung/Dachdeckung, Heizung/Solar, Fassadenisolierung/Putz) - aber allein für diese drei Gewerke gingen etwa 70.000 Euro drauf (von denen wir dank Strukturförderung der EU wieder ca. 20.000 als Zuschuß zurückbekamen, nachdem wir bezahlte Handwerkerrechnungen vorgelegt hatten). Deshalb würde ich mich auch vor Beginn irgendwelcher Bauarbeiten bei der örtlichen Gemeinde/Landkreis/Regierungspräsidium nach ELR-Mitteln o.ä. erkundigen. Man kriegt solche Zuschüsse nur, gerade Geld da ist (sonst erst im nächsten Jahr) und wenn man einen positiven Zuwendungsbescheid hat, bevor man mit den Maßnahmen begonnen hat. Wer eine hohe Steuerlast hat, sollte prüfen, ob das Objekt nicht in einem "Sanierungsgebiet" liegt und ob es Sinn macht mit der Gemeinde vor Ort einen Sanierungsvertrag abzuschließen. Denn dann kann man fast 10 Jahre lang alle Kosten im Zusammenhang mit der Renovierung/Modernisierung mit ca. 10% pro Jahr steuerlich absetzen, das kann sich lohnen. Bedingung ist halt ein Sanierungsvertrag mit der Gemeinde vor Ort und hat den Nachteil, dass man sich u.U. an gewisse Vorgaben bei der Gestaltung halten muss. Ist so ähnlich wie bei denkmalgeschützen Objekten, deren Renovierung auch steuerlich gefördert wird. Aber Sanierungsverträge sind längst nicht so streng wie Denkmalschutzgeschichten.

Auf alle Fälle: es wird ungeheuer anstrengend, nervenzerreisend, teurer als je gedacht, ABER: es lohnt sich auf alle Fälle!

Was Du brauchst, ist ein Pkw (am besten ein Kombi) mit 2t-Anhänger oder ein kleiner Lieferwagen mit Pritsche, der auch mal ne Palette Zementsäcke oder nen Schwung Schotter laden kann. Dann kann man sich schon mal sehr weit selbst helfen und muss nicht ständig Transporter organisieren oder sich teuer beliefern lassen.

bm
wolpertinger

Survival-Freak
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Beiträge: 171

verfasst:
17.Aug 2007 - 16:29

die mobotix kameras sind recht gut. die werden auch von der bahn und bundespolizei zur überwachung in bahnhöfen, flughäfen etc. eingesetzt. nen gutes alarmkonzept wäre schon nicht schlecht. ich würde da aber eher auf kontaktmeldern an türen etc. bauen. dazu ne alarmierung über sms. da lässt sich wunderbar mit prepaidkarten arbeiten. dazu nen altes siemens handy und nen microkontroller dran. dann kann man sämtliche alarme einzeln verschicken.
z.b.:
1.3.08 23:55 Fenster EG, Küche geöffnet,
1.3.08 23:56 Zimmertür Küche - Flur geöffnet

usw. das kann man mit relativ geringem aufwand recht genau erfassen. wenn du dann gleich den nachbarn bzw. die polizei rufen kannst ist das fast genausogut wie die teueren mobotix kameras. noch dazu bekommst du dort überhaupt einen vernünftigen i-net anschluss? ne einfache alarmmeldung könntest auch via. sms absetzen.
übrigens falls jmd. ne gute geschäftsidee sucht. im bereich objektschutz, überwachung, alarmierung lässt sich im moment sehr viel geld verdienen.

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Dagmar

Survival-Freak
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verfasst:
17.Aug 2007 - 18:09

Hallo,

also die Eigentumssicherung kommt wirklich als erstes. Und solange ich keine ordentlichen Türen und Fensterläden habe, werde ich auch alles Werkzeug wieder mitnehmen. Vielleicht kann ich auch bei einem Nachbarn etwas unterstellen.

Also die Fenster und Türsicherung wird auf jeden Fall so ausfallen, daß entweder mit der Flex fast der ganze Rahmen weggeschnitten werden muss, oder der (Metall)rahmen aus der Wand gerissen werden muss. Also für den Gelegenheitsdieb abschreckend.

Außerdem habe ich den Vorteil, daß von der Landstraße aus, ein ca. 150 langer Feldweg zum Hof führt. Die Grundstücke links und rechts vom Feldweg gehören (hoffentlich bald) mir. Meine Überlegung, ähnlich wie von Bergmensch vorgeschlagen, 10 m von der Straße entfernt auf dem Feldweg eine stabile Schranke/Tor und links und rechts (teilweise vorhandene) Gräben ausheben, wenigstens jeweils 10-20 m an der Straße entlang. Dann müssten potentielle Einbrecher entweder das Auto an der Straße stehen lassen (fällt auf jeden Fall auf) oder sogar über Felder fahren um zum Hof zu kommen (fällt noch mehr auf). Und das ganze Einbruchswerkzeug mitschleppen - auch nicht so ideal. Oder die Schranke wird mit Gewalt "geknickt", fällt vielleicht auch auf. Aber es sind eben nur 3 Nachbarn in Sichtweite und die sind auch nicht immer da, bzw. gucken auch nicht 24 Stunden nur zu mir herüber.

Die Renovierungsmaßnahmen will ich so timen, daß ich z.B. an einem Wochenende den Fensterausschnitt in den Mauern ausmesse. Dann kann ich hier in Stuttgart alles fertigen (an den nächsten 3-4 Wochenenden) und dann die fertigen Rahmen und Fensterläden beim nächsten Termin in Sachsen mitnehmen. Wenn alles gut vorbereitet ist, denke ich daß ich so manche Stunde einsparen kann.
Ähnlich beim Einkauf von Materialien. Planen welche Umbaumaßnahmen ich z.B. Mitte September mir vornehme. Dann alles vom Werkzeug bis zur letzten Schraube hier vor Ort besorgen (abends nach Feierabend) und dann mitnehmen. Natürlich kann dann immer noch etwas vor Ort fehlen. Nach meiner Erfahrung kann man aber mit guter Arbeitsvorbereitung recht viel Zeit einsparen.

Die Funktion der Videoüberwachung hatte ich wohl nicht genau genug geschildert. Die Kameras sind in Sachsen und nehmen z.b. eine Tür auf. Die Veränderung im Ereignisfeld löst über die Netzwerkkarte, Software und GSM Modul eine Nachricht auf meinem Handy z.B. in Stuttgart aus. Sobald ich diese Nachricht bekomme, eile ich zum nächsten PC oder besorge mir einen Internetfähigen PDA und kann mich damit über das WWW auf den PC in Sachsen draufschalten und alle Bilder betrachten. Sehe ich also, daß dort nur ein riesengroßes Kalb vor der Tür steht, werde ich natürlich nicht die Polizei informieren. Sehe ich aber einen riesengroßen Hornochsen (landläufig dann Einbrecher) vor der Tür stehen, der gerade versucht die Tür aufzubrechen, erst dann rufe ich die Polizei. Diese kann ich auch die ganze Zeit anleiten. Also wenn der potentielle Einbrecher hört, daß jemand kommt und versucht sich zu verstecken, kann dieses dann direkt an die Polizisten vor Ort weitergeleitet werden. Und da die Türen und Fenster ja stabil ausfallen werden, hat die Polizei auch genügend Zeit zum Hof herauszufahren. Es gibt sogar die Möglichkeit, daß ich über einen integrierten Lautsprecher mit den Einbrechern spreche. Also nach ein paar Minuten vielleicht über einen verdeckten Lautsprecher einige Tipps gebe, wie er die Sperren am besten überwindet icon_lol Die Reaktion möchte ich dann gerne sehen icon_razz bzw. werde diese auch sehen (über die Videoüberwachung)Außerdem wird sich selbst bei rechtzeitiger Flucht des Einbrechers die Polizei sehr über gute Fotos freuen. Zur Fahndung dann benutzen.

Leider ist das System (wie alles Gute) sehr teuer, daran könnte es scheitern.

Gerade weil ich mein Refugium sehr individuell plane und auch ausbauen möchte, habe ich mir ein Objekt gesucht, welches eher im Rohbauzustand ist. So plane ich langfristig den Einbau einer Miscanthus-Hackschnitzel Heizung und hätte mich geärgert ein Objekt zu kaufen wo der Vorbesitzer vielleicht gerade eine neue Heizung eingebaut hat, die ich dann auch Teilweise bezahlen muß, um sie dann wieder rauszureissen.

Übrigens das Hausdach ist noch gut, da spare ich schon mal einiges. Aber die ganze Elektrik und Sanitäreinrichtung ist qusi nicht vorhanden.

Also mal weiter planen und ruhig weiter mit Tipps, Ideen, etc. ankommen.


Danke


Dagmar icon_rolleyes
Fragender

Survival-Freak
Survival-Freak
Beiträge: 146

verfasst:
18.Aug 2007 - 08:39

DagmarHallo,

habe gestern beim Notar den Kaufvertrag für mein zukünftiges Refugium unterschrieben. Dauert jetzt aber wohl noch zwischen 3 und 6 Monaten bis zur Grundbucheintragung, deshalb kann ich mich jetzt erst zu 99% freuen, eine kleine Restunsicherheit bleibt. Es müssen anscheinend noch eine Unzahl von Behörden ihre Zustimmung geben, hoffentlich nur noch Formsache.


Alles schön und gut - nur die gegend ist wohl eine der ungünstigsten die man sich hätte aussuchen können.

Momentan steigt deutlich die Wahrscheinlichkeit eines neuen Krieges (Putin schickt gerade wieder seine Langstreckenbomber routinemäßig in die Luft, russ. Generäle rechnen mit einem Krieg gegen den Westen in spätestens 10 - 15 Jahren http://www.welt..._voraus.html).

Dresden liegt da im Haupteinmarschgebiet eines Angreifers aus dem Osten.

Wenn Du da von Stuttgart nach Dresden fährst, fährst Du dem Angreifer genau entgegen...
Meiner Ansicht nach wäre Stuttgart bei weitem die bessere Entscheidung.

Ich würde nie, niemals irgendwas in den Neuen Bundesländern kaufen!
Paul

Hobby-Survivor
Hobby-Survivor
Beiträge: 50

verfasst:
18.Aug 2007 - 10:35

Tach Dagmar!

Wenn es dein großer Traum ist, dann mach es.
Leider ist es so, daß man mit Grundbesitz zu vielerlei Dingen verpflichtet wird. Die Sicherung und Angst um das Objekt ist schon angesprochen worden. Wenn man viel hat, hat man auch viel Angst alles zu verlieren.

Mit so einem Objekt kommt man wieder in die ganze Spirale des Konsums hinein. Objektsicherung, Grundsteuer, Abfall-Gebühren, Reparaturen, Material, Maschinen, Geräte. Dafür brauchst du Benzin, Diesel, Strom. Ade freies Selbstversorger-Leben. Das ist das gleiche Problem wie die Kommunen der 70er Jahre hatten: ohne Geld zu leben hat niemand geschafft. Am Schluss haben die alle als Ökobauern oder Produzenten kräftig in der Industrie mitgemischt. Denke da z.B. an einige Produzenten von biologischer Nahrung die heute Millionen abkassieren und sich ins Fäustchen lachen. Vor 30 Jahren hieß es noch "...bähhh... Geld... Werkzeug des Teufels und die Ursache alles bösen.". Heute steigen genau die Leute in den 7er BMW und fahren auf ihre idyllische Landvilla. Und als Marketing Instrument werden jährlich 30 000 Kataloge verschickt - natürlich im 4-Farbdruck auf Glanzpapier.


Wahre Freiheit ist meiner Ansicht nach nur im herunterschrauben persönlicher Bedürfnisse zu finden. Für mich ist nicht derjenige am erfolgreichsten der am meisten besitzt, sondern der, der am wenigsten braucht um glücklich zu sein. Dies setzt aber wahre Freiheit im Geiste voraus. Innerlich habe ich mich schon lange von jeglichem Besitz losgesagt. Seit dieser Zeit lebe ich von Tag zu Tag angstfreier. Was man nicht hat, kann einem nicht weggenommen werden. Außerdem sollte man dieses naturfeindliche und entwürdigende System nicht stützen. Genau das muß man aber mit einem Hauskauf tun, denn schließlich muß man es erst einmal abzahlen und hat danach einen Haufen Kosten und Ärger.

Bitte verstehe mich nicht falsch, ich will niemanden von dem Traum des Landlebens abhalten. Diese Entwicklung ist genau richtig, aber in diesem System nicht konsequent durchführbar. Ich selbst habe auch meine Probleme in dieser Gesellschaft, bereite aber auf lange Sicht meinen kompletten Ausstieg vor. Und man fühlt sich umso freier, je weniger man konsumiert. Ich glaube auch, daß das Denken besser wird, einerseits durch veränderte Nahrung, andererseits durch die völlige Freiheit von Angst.

(Deswegen war mein letzter Beitrag "Konto leer räumen" eher ironisch gemeint. Ist sowieso nichts drauf icon_wink Wollte nur wissen was ihr von den derzeitigen Turbulenzen haltet.)



editiert von: Paul, 18.08.2007, 10:37 Uhr

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Die größte Leistung ist: nichts zu leisten.
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bergmensch

Survival-Freak
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Beiträge: 130

verfasst:
18.Aug 2007 - 10:55

Fragender
Momentan steigt deutlich die Wahrscheinlichkeit eines neuen Krieges (Putin schickt gerade wieder seine Langstreckenbomber routinemäßig in die Luft, russ. Generäle rechnen mit einem Krieg gegen den Westen in spätestens 10 - 15 Jahren http://www.welt..._voraus.html).

Dresden liegt da im Haupteinmarschgebiet eines Angreifers aus dem Osten.


pengpeng sniper Alarm! Alarm! Der Russe steht vor der Tür... Bist du ein Fan vom Waldviertler?? Also ich weiß nicht so recht. Die russischen Eliten (Reiche/Industrielle, Machtpolitker, führende Militärs) haben keine Lust, ihre Zukunft in einem zerstörten strahlenverseuchten Eurasien zu verbringen. Die wollen Luxus, Medienpräsenz (Putin), Glamour, schön Shoppen gehn in Glitzerstädten von Moskau bis Paris. Aber sicher nicht als erstes Dresden platt machen.


Zitat
Wenn Du da von Stuttgart nach Dresden fährst, fährst Du dem Angreifer genau entgegen...


Wenn die Russen kommen, kommen die mit Raketen und Langstreckenbombern, da machen die 500km keinen Unterschied...

Zitat
Meiner Ansicht nach wäre Stuttgart bei weitem die bessere Entscheidung.

Na das sowieso..Schwobaländle rulez! icon_biggrin

Zitat
Ich würde nie, niemals irgendwas in den Neuen Bundesländern kaufen!


Ich schon. Gerade für Leute, die selber was auf die Beine stellen wollen, gibt es in den dünn besiedelten oder von Abwanderung betroffenen Gebieten viele Möglichkeiten. Man muss es halt wollen und an sich glauben.


Nochwas zu den "Russen":

Die russische Armee ist in einem desolaten Zustand, was Ausbildung, Material und Stand der Technik angeht. "Objektiv" betrachtet, muss die Armee dringend modernisiert werden. Und da der Staat durch fette Einnahmen bei Öl und Gas finanziell gut da steht, gibt es natürlich im "militärisch-industriellen Komplex" (also der Generalität und der Rüstungsindustrie) Begehrlichkeiten. Im Klartext: die Industrie möchte dem Staat endlich wieder Material und Technik verkaufen. Und da Putin eh gerne markige Sprüche gen USA/Bush macht, hauen die russischen Militär-Lobbyisten in die gleiche Kerbe: "Jawoll! Wir brauchen eine starke Armee!" (die viele Rüstungsinvestitionen tätigt...) Genau das selbe Argument, nur von der anderen Seite bringen "unsere" Rüstungslobbyisten (die von Dir zitierte "WELT" ist ja auch nicht gerade als das Sprachrohr der Friedensbewegung bekannt und zündelt auch gern mal rum). Will sagen, hier bereiten unsere Lobbyisten den Boden für Forderungen an unsere Militärs zum "Nachrüsten".

Eher sehe ich die Gefahr von "Stellvertreterkriegen" in Iran, Pakistan etc. Was die USA/Russland-Konflikt-"Fans" aber gar nicht auf ihrem Radar haben, ist CHINA. Hier sehe ich ein viel größeres Konfliktpotenial und vollkommen unvorhersagbares Verhalten, was Machtgier und Imperialismus angeht. Nur ein Beispiel: China leistet sich bereits jetzt eine 160.000 Mann starke Elitetruppe, die in etwa den Nato-Krisenreaktionskräften entspricht, nur mit demUnterschied, dass die Chinesen ihre Truppe permanent einsatzbereit halten und innerhalb von Stunden beliebig verlegen können. Aus der Ecke droht uns (auch "rohstofftechnisch") viel eher Ungemach.

Grüsse

bm
Fragender

Survival-Freak
Survival-Freak
Beiträge: 146

verfasst:
18.Aug 2007 - 12:29

bergmensch
pengpeng sniper Alarm! Alarm! Der Russe steht vor der Tür... Bist du ein Fan vom Waldviertler?? Also ich weiß nicht so recht. Die russischen Eliten (Reiche/Industrielle, Machtpolitker, führende Militärs) haben keine Lust, ihre Zukunft in einem zerstörten strahlenverseuchten Eurasien zu verbringen. Die wollen Luxus, Medienpräsenz (Putin), Glamour, schön Shoppen gehn in Glitzerstädten von Moskau bis Paris. Aber sicher nicht als erstes Dresden platt machen.


Sag mal kannst Du zu einem ernsten Thema auch ernst antworten oder ist das zuviel verlangt?
Wenn russ. Militärs sagen, sie rechnen in 10 - 15 Jahren mit einem Krieg, dann ist das ernstzunehmen und nicht durch dumm-dämliche Komemntare zu beantworten. Halt Dich lieber ganz raus aus dem Thema, wenn Du nichts zu sagen hast!

Zitat Wenn die Russen kommen, kommen die mit Raketen und Langstreckenbombern, da machen die 500km keinen Unterschied...


Als ob die überall bombadieren würden.
Eine Landeroberung ist NUR mit Bodentruppen möglich und die gehen dort lang, wo sie am schnellsten anch Westen kommen - also über die Neuen Bundesländer.

Zitat
a das sowieso..Schwobaländle rulez! icon_biggrin


Wieder ein dumm dämlicher kommentar den Du Dir schenken kannst!

ZitatIch schon. Gerade für Leute, die selber was auf die Beine stellen wollen, gibt es in den dünn besiedelten oder von Abwanderung betroffenen Gebieten viele Möglichkeiten. Man muss es halt wollen und an sich glauben.


Nur wenn man schon was macht, dann macht man es richtig - man kauft also kein Grundstück in einem potentiellen Kriegsgebiet.
Afghanistan ist auch sachön verlassen und bietet eine Menge Raum - man muß nur wollen und an sich glauben...


Zitat Nochwas zu den "Russen":

Die russische Armee ist in einem desolaten Zustand, was Ausbildung, Material und Stand der Technik angeht.


Da bist Du auf dem Stand von "vorgestern" - die russ. Armee ist heute bei weitem die Stärkste in Europa.
Außerdem ist das ganze Material des Kalten Krieges keiensfalls zerstört worden, sondern nur östlich des Urals verlagert worden.

Und kein Land der Welt hat 50 Jahre so gerüstet wie gerade die Sowjetunion
Warum wohl?

Bigfoot

Freizeit-Survivor
Freizeit-Survivor
Beiträge: 26

verfasst:
18.Aug 2007 - 14:13

Ähhhh........

habt Ihr eigentlich noch alle Gurken im Glas ???? icon_biggrin icon_biggrin icon_biggrin

Da lässt die Dagmar uns alle an Ihrer Freude teilhaben, möchte evtl. sogar den einen oder anderen Tip, beschreibt uns Haus und Grundstück im Detail .... und manche von uns haben nichts dümmeres zu tun, ihr von einer gesamtsowjetischen Großoffensive ala´ "Vaterländischer Krieg" zu weissagen ??

Also, wenn das Eure einzigsten Visonen für den Crash sind ..........

@Dagmar:
Klasse, da hast Du ja jetzt jede Menge zu tun; an Ideen mangelt es Dir ja nicht, wie Deine Postings beweisen, lass die Dein Vorhaben nicht versauern, und halt uns auf dem Laufenden, ich drück´ Dir ganz feste die Daumen !! Was hättest Du denn so eine Stunde Fahrzeit von Stuttgart entfernt für ein ähnliches Objekt zahlen müssen ?? Das Doppelte, das Dreifache ?? Zur Zeit schiessen bei uns die Reiterhöfe nur so aus dem Boden. Jeder der denkt er hätte Ahnung und zieht einen Reiterhof auf, und denkt das Geld fliegt ihm nur so in die Tasche. Deswegen sind solche Objekte auch bei uns zwischen Stuttgart und Bodensee ganz schön teuer.

Tschö
Bigfoot
Tyr

Hobby-Survivor
Hobby-Survivor
Beiträge: 60

verfasst:
18.Aug 2007 - 18:48

Zitat
Sag mal kannst Du zu einem ernsten Thema auch ernst antworten oder ist das zuviel verlangt?
Wenn russ. Militärs sagen, sie rechnen in 10 - 15 Jahren mit einem Krieg, dann ist das ernstzunehmen und nicht durch dumm-dämliche Komemntare zu beantworten. Halt Dich lieber ganz raus aus dem Thema, wenn Du nichts zu sagen hast!


Es ist in der Tat so, dass gerade in den ehemaligen Bastionen des Komunismus und der Arbeiterparadiese jetzt eine radikale Form des Raubtierkapitalismusses herrscht.

Es gibt wenige Länder in dennen der Unterschied zwischen Arm und Reich derart extrem ist wie heute in Russland und China.

Zitat
Als ob die überall bombadieren würden.
Eine Landeroberung ist NUR mit Bodentruppen möglich und die gehen dort lang, wo sie am schnellsten anch Westen kommen - also über die Neuen Bundesländer.


Ich wohne hier ungefähr 10 Minuten Fussweg von einem ehemaligen Natobunker entfehrnt in dem Treibstoff und Brandmunition für Panzer gelagert wurde.

Ich befinde mich jedoch in der Norddeutschen Tiefebene in den alten Bundesländern.
Die große Panzerschlacht falls der Kalte- zum Heißenkrieg werden sollte wurde für dieses Gebiet angenommen.
In der Geschichte der modernen Kriegsführung haben immer die Panzerverbände und anderen motorisierten Einheiten die Sturmspitzen gebildet. Diese könne am eheste ihre Vorteile im Flachland ausspielen.
In dem neuen und bergigen Bundesland Sachsen wäre man vor den angreifenden Russen wohl noch eher gefeit als hier im alten Bundesland Niedersachsen.

Zitat
Zitat
Zitat Nochwas zu den "Russen":

Die russische Armee ist in einem desolaten Zustand, was Ausbildung, Material und Stand der Technik angeht.


Da bist Du auf dem Stand von "vorgestern" - die russ. Armee ist heute bei weitem die Stärkste in Europa.
Außerdem ist das ganze Material des Kalten Krieges keiensfalls zerstört worden, sondern nur östlich des Urals verlagert worden.

Und kein Land der Welt hat 50 Jahre so gerüstet wie gerade die Sowjetunion
Warum wohl?


Ich fürchte ds ist keien Frage von entweder oder.
Der Zustand der russischen Armee ist ziemlich ambivalent.
Das Hauptzugpferd der russischen Panzer ist hauptsächlich immernoch der T-72, der deutlich in die Jahre gekommen ist. Sie haben aber bereits einige Einheiten der T-9X Serien aufgestellt. Diese Modelle mit Aktivpanzerung sind sehr bemerkenswert sie sind z.B. die einzigen welche nicht mit der Panzerfaust3 der Bundeswehr "geknackt" werden können.
Die primäre Infanteriewaffe der russischen Truppen ist immer noch noch das AK-47 und das AK-74. Recht soliede Gewehre aber auch nicht mehr UpToday.
Anderrerseits schwebt die Frage im Raum wieso die Russen sowohl bei dem Unglück der Kursk als auch bei der Geiselnahme in dem Moskauer Theater niemlas Ausländer an den Ort des geschehens gelassen wurde.
Heute weiss man das sie an diesen Stellen jeweils Neunetwicklungen getestet/eingesetzt haben.
Das Gas in dem Theater war eine neue Form von Gas gegen das noch kein Gegenmittel existierte deshalb konnten sie auch keine Information über das Gas zum Zwecke des Gegenmittels geben.
Die Kursk hat eine neue Form des Hochgeschwindigkeitstorpedos getestet der sich mit Raketengeschwindigkeit durch das Wasser bewegen kann.
Da brauchte man keine fremden Augen.

Russische Militärhochtechnologie existiert jedoch ist sie noch nicht sehr weit in der Truppe verbreitet.

Zitat
Momentan steigt deutlich die Wahrscheinlichkeit eines neuen Krieges (Putin schickt gerade wieder seine Langstreckenbomber routinemäßig in die Luft, russ. Generäle rechnen mit einem Krieg gegen den Westen in spätestens 10 - 15 Jahren


Nun gut man sollte das nicht auf die ganz leichte Schulter nehmen jedoch hat Chrustschow auch bereits Westdeutschland England und auch China mit dem nuklearen Holocuast gedroht.
Passiert ist nie was.
Mao Tse Tung war kurz vor seinem Tod noch fest davon überzeugt das es einen Russisch- Chinesischenkrieg, noch vor dem Ende der 80ziger Jahre, geben wird.

Die Konsumlust der reichen Russen ist vielleicht sogar ein deutscher Vorteil. Wir kaufen dennen unter anderem ihr Gas ab. Wieso sollten die das Land angreifen das sie so gut bezahlt.

Da Mao schon lange Zeit Tod ist macht mir die Shanghaier Konferenz schon etwas sorgen. Das gemeinsame Russisch- Chinesichemanöver das offziell als Antiterrorübung deklarriert war war eindeutig eine Machtdemonstration.
Das welches sie davor gemeinsam durchgeführt haben und eine marine Landeoperation beinhaltete zeigte auch nach Taiwan und nicht auf Terroristen.

Dagmar

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verfasst:
18.Aug 2007 - 21:57

Hallo,

ich denke jeder von uns bereitet sich auf den Crash vor, den er selbst am wahrscheinlichsten erwartet und das mit den Mitteln die ihm am sinnvollsten erscheint. Dazu noch die persönlichen Wertevorstellungen und dann kommt irgendein Ergebnis raus. So habe ich in einem anderen Forum jemanden erlebt, der als es zu den Milchpreiserhöhungen kam, sofort geglaubt hat, daß diese "massiven" Erhöhungen nun der Beginn des Crashs darstellt und seine Ersparnisse dazu verwenden wollte, sich Nahrungs- und Lebensmittel als Vorrat zu kaufen. War eben die persönliche Entscheidung, jetzt einige Zeit später merkt er vielleicht, daß die Ausgabe des Ersparten momentan noch zu früh war.

Wer Angst vor einem Finanzcrash hat, besorgt sich Bargeld oder Gold, wer Angst vor einem Angriff der Russen hat, baut einen Bunker soweit westlich als möglich oder besorgt sich leichtes Gepäck und eventuell ein Fluchtfahzeug. Dieses kann dann von einem Fahrrad bis zum Hägglunds Kettenfahrzeug gehen. Jeder so wie er meint wie er sich und die Familie am besten schützen kann.

Ich persönlich habe mit einer guten Survival Ausrüstung angefangen, die ich tragen kann (Kleidung, Rucksack, etc.) Dann habe ich ein sehr gutes Fluchtfahrzeug gebaut, mit dem ich dann zusätzlich auch noch (wenn Zeit ist) Urlaub machen kann. Und jetzt fehlte "zu meinem Glück" einfach noch ein Refugium. Dieses deshalb da ich persönlich glaube, daß ein Crash eher aus der Globalisierung, Wirtschafts- Peak Oil und Klimakatastrophenecke kommt.

Und da habe ich für mich entschieden, daß ein eigener Hof die beste Vorsorge sein wird. Kann sich aber vielleicht in XX Jahren als Fehler herausstellen oder aber auch als die einzig wahre und richtige Entscheidung. Wer weiß das schon. Ich auf jeden Fall nicht. Da halte ich es eher mit Sokrates dem man den Spruch zuschreibt (sinngemäß): "Ich weiß daß ich nichts weiß". Treffe also städig Entscheidungen mit dem vollen Bewußstein vielleicht auch mal falsch zu liegen.

Zurück zum Hof. So einen Hof hätte ich hier im Umkreis von 50-150 Km um Stuttgart nur mit sehr viel Glück (und dann trotzdem teurer) überhaupt gefunden. Aber ich habe wirklich regelmäßig die gängigen Immo-Portale durchgeschaut und es war nichts dabei. Ich kann euch verraten, daß ich (ohne Makler, Notar, etc. etc.) für das Grundstück (27.000m²) und den Hof insgesamt 31.000 Euro gezahlt habe. Vielleicht nicht das günstigste Angebot, aber ich habe mir in den letzten Monaten sehr viele Angebote vor Ort angeguckt, bin Tausende von KM gefahren (kenne mich langsam in Thüringen und Sachsen besser aus als in Ba-Wü icon_lol , es wurde versucht mich zu linken, Angebote entsprachen überhaupt nicht den Beschreibungen, etc. etc. Und meine jetzige Entscheidung scheint bisher gut und richtig gewesen zu sein.

Nochmals Danke für den guten, netten und hilfreichen Zuspruch und wie schon gesagt, jeder Tipp und Hinweis ist sehr wichtig für mich.


Dagmar icon_rolleyes
Zwergnase

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verfasst:
19.Aug 2007 - 11:00

naja 31T ¤ sind für 27.000m² mit Haus nicht besonders viel, und wenn es dir gefält warum nicht!
Bin auch auf der suche nach einem Hof, der sollte aber in Schweden sein. Hab zwar schon den einen oder anderen gesehen
aber noch habe ich nicht das Geld zusammen (muss noch meine
Firma abbezahlen bin aber noch dieses Jahr damit durch)


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Als erste zivilisierte Nation haben wir ein Waffenregistrieungsgesetz. Unsere Straßen werden dadurch sicherer werden; unsere Polizei wird effizenter und die Welt wird unserem Beispiel in die Zukunft folgen! Adolf Hitler Reichsparteitag am 15.09.1935
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Tawa

Survival-Freak
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verfasst:
19.Aug 2007 - 11:21

Servus,

auch ich kann Dagmar nur herzlich gratulieren und ihrer Entscheidung zustimmen. Jeder muß letztenendes selber mit den eigenen Entscheidungen leben und diese tragen.

Grundeigentum bindet und verpflichtet - auch wir setzten ursprünglich auf Flexibilität in allen Bereichen. Dennoch entschieden wir uns letzten Endes für einen eigenen Hof - aus Kostengründen ebenfalls in den neuen Bundesländern. Seit 1.8.07 bewohnen wir diesen nun auch fest.

Bei Dagmar kommt hinzu, daß sie ihre Flexibilität beibehält. Ihr Hof dient als einzelner Baustein in einer Reihe von Sicherungsmaßnahmen, welche einander ergänzen - jedoch in keinster Weise bedingen. Und... sollte dieser Kauf sich in der Zukunft als Fehlentscheidung herausstellen, tut es zwar weh - doch umbringen wird es sie nicht. Unser Hof war ein klein wenig teurer - hat dafür aber auch deutlich weniger Grund drumherum.

Wir leben mit und auf dem Hof - sind darum bemüht, diesen nach bestem Wissen zu erhalten und zu sichern (auch in juristischer Hinsicht) - und richten unser Leben dennoch nicht ausschließlich auf die neue Seßhaftigkeit aus. Bausteine lassen sich vielfältig umstellen und variieren.

Viele Grüße
Tawa

P.S. Die Kamera-Lösung von Dagmar ist vielversprechend. Auch wir experimentieren gerade mit einer nachtsichttauglichen Kamera-Installation und bewegungsbedingender Software. Allerdings dürfte die eingesetzte Preis-Qualitätsstufe deutlich unter der Anlage von Dagmar liegen.
Grummel

Survival-Freak
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Beiträge: 271

verfasst:
19.Aug 2007 - 12:44

TawaServus,



Wir leben mit und auf dem Hof - sind darum bemüht, diesen nach bestem Wissen zu erhalten und zu sichern (auch in juristischer Hinsicht) - und richten unser Leben dennoch nicht ausschließlich auf die neue Seßhaftigkeit aus. Bausteine lassen sich vielfältig umstellen und variieren.



Hmm .. Bei der Diskussion ums Refugium kann ich gerade garnicht mitreden ... (auch wenn ich da so meine Träumereien hab)

Aber Sprüche wie "Eigentum verpflichtet" oder andeutungen "Juristischer Hinsicht" beunruigen mich schon ein bischen.
Gerade Juristische Geschichten .. da hab ich öfters Gedanken wie "Recht ist nicht = Gerechtigkeit" oder das Gefühl das da Willkürlich irgendwelche Paragraphen ausgelegt werden.

Nun frag ich mich natürlich in welchem Ausmaß sich solche Belastungen bewegen und was angesagt ist um sich gegenüber solcher "immateriellen Bedrohungen" abzusichern?!?
Tawa

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verfasst:
19.Aug 2007 - 13:50

Hallo Grummel icon_smile ,

"Eigentum verpflichtet" steht in dem Zusammenhang, daß man landläufig an den Ort gebunden ist bzgl. Lebensmittelpunkt, Arbeitsplatz, etc. Daher ja auch mein Hinweis, daß man dies nicht unbedingt so praktizieren muß. Bspw. bleibt Dagmars Lebensmittelpunkt wohl Stuttgart, solange uns nicht der Himmel auf den Kopf fällt.

Tja, und "in juristischer Hinsicht absichern" ist ein komplexes Thema. Wie Du dich vielleicht noch erinnern wirst, gab es bei den Tawas im Bereich finanzieller Flexibilität einmal einige Verwirrungen. Der Hof und alle getätigten und künftig zu tätigenden Leistungen rund um den Hof sind jedoch grundsätzlich und tatsächlich bezahlt. Es gilt allerdings, das Objekt meinen Kindern erbrechtlich und mir wohnrechtmäßig so zu sichern, daß da niemand dran rütteln kann. Ferner existiert ein weiteres Objekt in Oberbayern, welches meinen Kindern für den Fall der Fälle gesichert werden soll. Um alles weitestgehend sicher hinzubekommen, sind unter den gegebenen Voraussetzungen (Details sind hier an der Stelle unwichtig) viele Gespräche, Anwalts- und Notarbesuche nötig.

Hoffe, ich habe Deine Fragen und Bedenken halbwegs beantworten bzw. ausräumen können, ohne hier allzuviel delikate Details zu verraten.

Lieben Gruß
Tawa
Grummel

Survival-Freak
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Beiträge: 271

verfasst:
19.Aug 2007 - 14:16

Kay .. das versteh ich^^

Wie sieht es denn da mit öhm .. "Bodensteuer?" etc. aus?
(glaub das heist so)
Soweit ich weiß sind da einige Leistungen fällig -sprich Steuern- die man bezahlen muss auch ohne das man irgend eine Form von "Profit" macht^^

in welcher Größenordnung spielt sich denn das ab?



Meine Träumereien/Utopia gehen in die Richtung einer großen "WG". Eventuell ein Verein? ... also auf jedenfall ein Gemeinschaftsprojekt. (Prinzip der geteilte Lasten?)

Sollte dann so laufen das man weit ab vom Schuss ne Rückzugsmöglichkeit hat die man je nach Lage bewohnen/vermieten oder sonst wie nutzen kann und das am besten eingebettet in ne gute Gemeinschaft.

Nja .. wie gesagt .. das liegt noch weit in der Zukunft ... *geradenochStudibin*



editiert von: Grummel, 19.08.2007, 17:14 Uhr
Tawa

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Beiträge: 346

verfasst:
19.Aug 2007 - 17:53

Hi,

bzgl. Bodensteuern (oder wie die heißen, wenn Du reinen Boden - Wiese, Acker, Wald - meinst) kann ich derzeit nichts sagen. Für unser Anwesen hier zahlen wir - ohne jetzt im schlauen Ordner nachzuschauen - grob knapp über 600,-. Darin enthalten sind knapp 4.000 qm Gesamtgrund, gesplittet in Wiese, Hofstelle sowie die Bebauung mit Scheune, Kuhstall und Schweineställe. Das Wohnhaus selbst ist noch als Mietshaus beim Finanzamt registriert - daher der augenblicklich noch recht hohe Grundsteuerbetrag.

Für wann planst Du, Dich nach einer Rückzugsmöglichkeit umzusehen?

LG
Tawa
Grummel

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Beiträge: 271

verfasst:
19.Aug 2007 - 19:22

In welchem Zeitraum wird denn das fällig?

Richtig geplant habe ich das noch nicht, wie denn auch^^

Kommen tut das erst wenn ich Geld verdiene... also erst Diplarbeit fertig, dann den Dr. ... und dann hoffentlich nen Job und die benötigte Kohle.

Ich schätze das benötigt noch so 5 Jahre ^^ alles davor schätze ich als nen bisle Utopisch ein ^^
E-Techniker

Survival-Freak
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Beiträge: 251

verfasst:
20.Aug 2007 - 14:59

PaulMit so einem Objekt kommt man wieder in die ganze Spirale des Konsums hinein. Objektsicherung, Grundsteuer, Abfall-Gebühren, Reparaturen, Material, Maschinen, Geräte. Dafür brauchst du Benzin, Diesel, Strom. Ade freies Selbstversorger-Leben.
[..]
Wahre Freiheit ist meiner Ansicht nach nur im herunterschrauben persönlicher Bedürfnisse zu finden. Für mich ist nicht derjenige am erfolgreichsten der am meisten besitzt, sondern der, der am wenigsten braucht um glücklich zu sein. Dies setzt aber wahre Freiheit im Geiste voraus. Innerlich habe ich mich schon lange von jeglichem Besitz losgesagt. Seit dieser Zeit lebe ich von Tag zu Tag angstfreier. Was man nicht hat, kann einem nicht weggenommen werden. Außerdem sollte man dieses naturfeindliche und entwürdigende System nicht stützen. Genau das muß man aber mit einem Hauskauf tun, denn schließlich muß man es erst einmal abzahlen und hat danach einen Haufen Kosten und Ärger.

Auch wenn Du damit nicht ganz unrecht hast, frage ich mich doch, wie man ein einfaches Leben als Selbstversorger leben kann ohne zumindest ein eigenes, schuldenfreies Häuschen mit etwas Garten zu haben, es kann ja alt, klein und entsprechend billig sein.

Sich einfach nen Wohnwagen oder ne Hütte in die Pampa zu stellen und dort zu leben geht ja hierzulande nun mal nicht. Ohne Eigentum zahlt man ein Leben lang Miete, in der die Kosten für Steuer, Müllabfuhr, Modernisierungen ebenfalls enthalten sind. Als Eigentümer hat man in vielen Fällen Einsparmöglichkeiten, z. B. das Haus nicht auf die gängigen Luxus-Standards zu modernisieren, Schönheitsreperaturen bleiben zu lassen oder selbst zu machen, weniger und mit Holz zu heizen, Garten- und handwerkliche Arbeiten selbst zu machen usw. Als Mieter dagegen werden Kosten für Modernisierungen, Zentralheizung, Hausmeister, Gartenpflege, Putzfrau einfach auf die Miete umgelegt ohne dass man etwas dagegen machen kann. Es wird aber immer schwieriger, ausreichend bezahlte Arbeit zu finden, um sich solchen Luxus leisten zu können.

FragenderAlles schön und gut - nur die gegend ist wohl eine der ungünstigsten die man sich hätte aussuchen können.

Momentan steigt deutlich die Wahrscheinlichkeit eines neuen Krieges (Putin schickt gerade wieder seine Langstreckenbomber routinemäßig in die Luft, russ. Generäle rechnen mit einem Krieg gegen den Westen in spätestens 10 - 15 Jahren

Was ist denn die Alternative, welche Gegend ist sicher, wie sind dort die Preise? In Südbayern oder BW müßte man schon Millionär sein, um sich einen solchen Hof leisten zu können. Falls die Russen wirklich kommen, müssen die zwar zuerst durch die neuen Bundesländer durch, aber es ist doch fraglich ob sie dort ausgerechnet abgelegene alte Bauernhöfe besetzen oder zerstören werden.

GrummelWie sieht es denn da mit öhm .. "Bodensteuer?" etc. aus?
(glaub das heist so)
Soweit ich weiß sind da einige Leistungen fällig -sprich Steuern- die man bezahlen muss auch ohne das man irgend eine Form von "Profit" macht^^

in welcher Größenordnung spielt sich denn das ab?

Grundsteuer hängt vom Wert des Grundstücks und vom Hebesatz der Gemeinde ab. Das ist eigentlich nicht so tragisch, mehr als ein paar Hundert Euro im Jahr wird das so schnell nicht. Wasser, Abwasser und Müllabfuhr sind in der Regel teurer, und schlimm wirds wenn man sich an Kosten für Straßen- oder Kanalbau oder -sanierung beteiligen muss, da können dann schlimmstenfalls einige Zehntausend Euro auf einmal fällig werden. Je ärmer die Region und je abgelegener das Anwesen, umso unwahrscheinlicher trifft einen sowas.

MfG
Thomas
bergmensch

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verfasst:
20.Aug 2007 - 16:13

E-Techniker...Was ist denn die Alternative, welche Gegend ist sicher, wie sind dort die Preise?


Genau so sehe ich das auch. Fragender hat IMHO etwas übrreizt auf meine flapsigen Anmerkungen reagiert, aber wenn man mal ein paar Jahrzehnte Leben(serfahrung) auf dem Buckel hat, dann kommt so manche Bedrohung und geht auch wieder. Politik ist grundsätzlich ein Geschäft mit der Angst (siehe Schäuble, siehe G.W.Bush mit Saddams Massenvernichtungswaffen und und und). Politische Gruppen schürne Ängste, um Ziele durchzusetzen. Diese Ziele, dienen (leider) meist vor allem schlicht der persönlichen Bereicherung, dann dem Machterhalt (= Sicherung des ergatterten Reichtums) mit allen verfügbaren Mitteln (Überwachungsapparat, Unterdrückung andersdenkender usw.). Das geht auf der erde schon seit Jahrtausenden so und wird sich so schnell nicht ändern. Um auf die Eignung ostdeutscher Regionen als "Refugiumsstandort" zurückzukommen: das Gehabe russischer Altgeneräle schürt Ängste, die Wirkung erstreckt sich bis hierher ins Forum. So ist das nun mal. Niemand weiss, ob in 10-15 Jahren "der Russe" kommt. Aus reiner Mordlust werden sie nicht losziehen. Westeuropa ist, wie von Tyr auch schon beschrieben wurde, ein sehr guter Kunde Russlands. Das Geld, das die Russen nun für Rüstung "übrig" haben, stammt aus dem Öl- und Gasgeschäft mit dem Westen und mit China. Niemand beisst die Hand, die ihn füttert...
Meine "Weltvorhersage" für die nächsten Jahrzehnte ist die: Russland bzw. der Ostblock hat den tiefsten Niedergang bereits durchschritten und rappelt sich infrastrukturell und kulturell so langsam wieder auf (langfristig "positiv" für die Welt). Den USA steht der absolute Tiefpunkt noch bevor: politisch verrottet, gesellschaftlich extrem gespalten (X Superreiche, aber beim Katrina-Desaster in New Orleans unfähig, einer mittelgroßen Stadt auch nur annähernd zu helfen). Als kleines Brüderchen der USA entwickeln sich die britischen Inseln ähnlich (beim letzten Hochwasser vor wenigen Wochen in GB verteilten dt. Hilfsorganisationen Kleiderspenden und Trinkwasser in GB!!! - der eigene Staat war unfähig dazu). Die USA/GB sind aus meiner Sicht ein Sorgenkind, auf das man aufpassen muss. Vollkommen unkalkulierbar dagegen China und Indien. Giganten, die versuchen aufzustehen. Wenn sie wieder fallen, wird alles wackeln. China hat z.B. in einigen Jahren 300 Mio. pflegebedürftige Alte, kein Renten- und Gesundheitssystem, die jungen Menschen gehen aus (Folge der 1-Kind-Politik). Das Gespenst "islamistischer Terror" halte ich im übrigen für ein hausgemachtes der westlichen Welt (wer Waffen und Truppen in arab. Länder liefert und durch Geheimdienste polit. Strukturen nach belieben (de-)stabilisiert, braucht sich nicht wundern, wenn Chaos entsteht). Wie in der Physik: es ist einfacher Chaos anzurichten, als Ordnung zu schaffen.

Insofern ist es m.E. völlig egal, wo man sein "Gütle" bzw. Refugium plant. Schiefgehen kann es überall. Am besten wäre natürlich, global verteilt, Refugien zu besitzen: Südamerika, Neuseeland, Afrika, Asien, Europa, Nordamerika...Mit dem richtigen Riecher für heraufziehende Krisen, könnte man sich dann ggf. rechtzeitig absetzen.

ZitatIn Südbayern oder BW müßte man schon Millionär sein, um sich einen solchen Hof leisten zu können.


Nönö. icon_smile Geht auch als Normalverdiener. Gut, direkt in den Speckgürteln von München oder Stuttgart oder in den Top-Wohngegenden an diversen Seen nicht gerade. Aber es gibt genügend strukturschwache dünnbesiedelte Regionen im Süden und Westen: Pfalz zw. Kaiserslautern und Idar-Oberstein (Bauland voll erschlossen im Neubaugebiet 50¤/qm), Franken zw. Feuchtwangen und Nürnberg (Gewerbeflächen mit Wohnrecht 10¤/qm). Schwäbische Alb zw. Ulm und Biberach (Bauland voll erschlossen Ortsrand 75¤/qm). Und wenn man es richtig anstellt, gibt es üppige Zuschüsse.

Im Osten ist es natürlich eine Größenordnung günstiger. Mir schwebt ein "Ausweichquartier" in McPomm vor, da gibts im Raum Rostock Gewerbeflächen erschlossen ab 3¤/qm. Wichtig wäre mir "erschlossen", damit ich bei Strom, Wasser, DSL keine Überraschungen erlebe. Mein Favorit ist die Insel Usedom, dort ein Grundstück am Wasser. In Friedenszeiten als Ferienhaus vermietbar und in Notzeiten stünde einem auch noch der "Seeweg" offen (entsprechende Ausstattung vorausgesetzt). Aber hier ziehen die Preise gerade steil an.

Grüsse

bm
E-Techniker

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verfasst:
20.Aug 2007 - 17:08

bergmensch
ZitatIn Südbayern oder BW müßte man schon Millionär sein, um sich einen solchen Hof leisten zu können.

Nönö. icon_smile Geht auch als Normalverdiener. Gut, direkt in den Speckgürteln von München oder Stuttgart oder in den Top-Wohngegenden an diversen Seen nicht gerade. Aber es gibt genügend strukturschwache dünnbesiedelte Regionen im Süden und Westen: Pfalz zw. Kaiserslautern und Idar-Oberstein (Bauland voll erschlossen im Neubaugebiet 50¤/qm), Franken zw. Feuchtwangen und Nürnberg (Gewerbeflächen mit Wohnrecht 10¤/qm). Schwäbische Alb zw. Ulm und Biberach (Bauland voll erschlossen Ortsrand 75¤/qm). Und wenn man es richtig anstellt, gibt es üppige Zuschüsse.

Moooment, ich sprach von einem Hof, nicht von einem Häuschen icon_wink

Ich habe für meine alte DHH in der Nähe von Augsburg etwa 90.000 EUR gezahlt, etwas über 100 EUR/qm incl. Haus. Das ist freilich noch bezahlbar und für die Region relativ wenig, aber es ist immerhin dreimal soviel wie Dagmar gezahlt hat. Und: ich habe nur die halbe Wohnfläche, sowie, was tragischer ist, nur ein Hundertstel der Gartenfläche, für Selbstversorgung keinesfalls ausreichend.

Mein Ziel wäre ein Hof mit einigen ha Land drumrum, und das ist in der Region leider aussichtlos. Erstens wird fast nichts verkauft, und wenn dann kostets eben entsprechend. Die Million bezog sich aufs Oberland, in Schwaben kann man vielleicht mit einer halben hinkommen, aber auch das ist für mich nicht bezahlbar. Zumindest nicht ohne entsprechenden Kredit, was für mich bei der derzeitigen wirtschaftlichen Lage aber nicht in Frage kommt. Insofern bleibt nichts anderes, als sich in billigeren Regionen umzusehen. Es müssen nicht unbedingt die neuen Länder sein, in Franken, in der Oberpfalz oder im Bayerischen Wald sind die Preise teils auch günstig. Das Problem ist nur: da gibts genausowenig Arbeit wie in den neuen Ländern, und beim erwarteten Krieg sollen die Gebiete auch unsicher sein.

MfG
Thomas
Nachtfalke
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verfasst:
21.Aug 2007 - 02:41

Herzlichen Glückwunsch Dagmar! Ach das wird schon alles, man wächst mit den Aufgaben. Manchmal muss man einfach ins kalte Wasser springen und es versuch, und meistens klappen solche Dinge. Zumindest wenn man sich nicht ganz von seinen Träumen hat „vernebeln“ lassen sondern dabei auch noch seinen Verstand benutz hat. Und ich glaube dass hast du!!! icon_smile


chamenosAber lass ein paar "Opferanoden" im Haus (nen DVD-Player, eine kleine Stahlkassette mit um die 100¤ und ähnlichen Kram).
Gute Idee, defekte Hifi Geräte als Köder hat wohl jeder noch rum stehen. Andernfalls gibt es viele Leute die froh sind ihren Elektroschrott los zu werden!
Und es gibt einem sicherlich ein schadenfrohes Gefühl wenn der Einbrecher seine defekte Ware verscherbeln will. icon_evil

Gruß
Nachtfalke


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Das Beste hoffen und das Schlimmste befürchten!
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hungry

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Beiträge: 55

verfasst:
24.Aug 2007 - 20:15

Werner geh mal in den Keller ich glaub die Russen sind da!! icon_biggrin
Ne aber mal im ernst ich glaub auch wir sind als Gaskunden und Nobelkarossenbauer wertvoller für Rußland, als ein rauchender Schrotthaufen formerly known as BRD

@bergmensch
auf Usedom waren wir gerade und beim Spazierengehen sind wir bei Bansin auf eine stillgelegte Ferienanlage gestoßen. Idyllisch im Wald gelegen und nur durch die Dünen vom Strand getrennnt. Solltest dir vielleicht schnappen. Nur diese latente Wessi-feindlichkeit in der Gegend nervt.


Um zurück zum Anfagsthema zu kommen:
Gratulation, ABER muss man halt abwägen wass einem wichtiger ist groß, gleich bezahlt und weit weg. Oder standortnah, kleiner und längere Finazierung. Weil wenn man so überlegt im ersten Fall monatlich 150-300 Euro zusätzliche Benzinkosten um hinzukommen + 400-600 Euro Miete, da könnt man schon einiges abbezahlen.
Na ja was man da machen soll hängt wohl davon ab wie bald man den Crash erwartet.

gruß
hungry
wolpertinger

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Beiträge: 171

verfasst:
14.Okt 2008 - 16:54

@ Dagmar
berichte doch mal was gibts neues bei dir? Was macht dein Projekt?
gruß wolpi

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Wir sorgen vor um zu leben, und leben nicht um vorsorge zu treffen...
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Dagmar

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Beiträge: 114

verfasst:
16.Okt 2008 - 08:37

Hallo Wolpi,

tja was soll ich sagen. Gibt schon einiges, kann jetzt ein bißchen länger werden.

Als erstes Erfolgserlebnis habe ich Anfang diesen Jahres endlich die Grundbucheintragung erhalten. Also bin jetzt nicht nur Käuferin sondern auch offiziell eingetragen. Bedeutet aber auch, daß ich jetzt natürlich jeden Monat einen Großteil meines Einkommens an die Bank abliefern muss, und dadurch können ja noch mehr Probleme entstehen - Stichwort Finanzkrise.

Die Dächer an allen Gebäuden sind jetzt dicht. Um potentielle Einbrecher zu entmutigen, habe ich die Fenster im EG alle verbarrikadiert. Zusätzlich ist noch eine Videoüberwachung durch das Internet dazu gekommen. Wenn sich also jemand in der Nähe des Hauses bewegt, bekomme ich einen Alarm auf mein Handy und kann dann unterwegs mit dem Handy schnell ins Netz und überprüfen ob Fehlalarm oder ob sich wirklich was tut. Das Feineinstellen dieses Systems war nicht ganz einfach - viele Fehlarlarme - aber jetzt funktioniert es zufriedenstellend. Und wenn ich will, dann gucke ich einfach mal im Netz nach, wie es meinem kleinen Bauernhof geht. icon_smile

Renovierungen im Haus sind leider noch nicht sehr weit fortgeschritten. Habe deshalb provisorisch ein Zimmer geräumt, Bett Schrank etc. von den Vorbesitzern reingeräumt - zum behelfsmäßigem Wohnen ausreichend. Da ich schon Strom habe, kann ich entweder elektrisch heizen oder mit Gas-Katalytofen. Einen kleinen Holzofen habe ich jetzt schon hier in Stuttgart, muß ich noch nach Sachsen bringen.

Toilette ist noch einfach eine Campingtoilette. Aber da ich ja bekennende Warmduscherin bin, habe ich einen Durchlauferhitzer an der Wand befestigt und kann dann über mein kleines Hauswasserwerk (Brunnen)auf jeden Fall schon mal warm duschen. Also fließend Kalt und Warmwasser.

In der Küche habe ich Möbel und Geschirr, einen Gasherd und einen elektrischen Herd, Mikrowelle, Kaffeemaschine, etc. etc. Wenn man sich nicht daran stört (ich jedenfalls tue es nicht), daß keine Tapeten an der Wand sind und auch der Boden noch nicht repariert ist, lebt es sich schon ganz gemütlich.

Also das wichtigste das Haus halbwegs für eine plötzliche Flucht als Rückzugsort fertigzumachen ist damit erledigt. Aber da wird natürlich noch weiter gebaut werden müssen.

Da ich selten nach Sachsen komme - Arbeitsmäßig gerade stressig, wenig Zeit - habe ich dann hier in Stuttgart schon langsam angefangen die Maschinen zu kaufen und herzurichten, die ich langfristig dort vor Ort brauchen werde. Momentan einen alten Fendt 108, einen kleinen Kubota Traktor, einen kleinen Mähdrescher und bin gerade dabei die passenden Anbaugeräte zu kaufen, oder selber zu bauen.

So das soll es fürs erste Mal sein.


Bis denn und alles Gute


Dagmar icon_wink