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Krisenvorbereitung II - Sofortmaßnahmen von Manuel

Im ersten Teil der Krisenvorbereitung habe ich kurz ausgeführt, welche Art von Krise ich (und viele andere Menschen) erwarte. Wer sich nur auf kurzfristige Lieferengpässe, ein wackeliges Stromnetz oder Arbeitslosigkeit vorbereiten möchte, wird natürlich andere Prioritäten bei der Vorbereitung setzen. Hier möchte ich jedoch eher beleuchten, wie der Totalkollaps dieses Systems überstanden werden kann. Wer sich ernsthaft mit dem Thema "Crash" auseinandersetzt, wird auch an einer Änderung seines persönlichen Lebensstils nicht vorbeikommen.

Der zweite Teil befasst sich mit persönlichen Sofortmaßnahmen, die Sie ohne Geld oder finanziellem Einsatz sofort durchführen können.

Alles was Sie wirklich besitzen ist Ihr Körper. Alles andere ist ein Bonus: Kleider, Uhren, Schmuck, Ausrüstung, Haus, Auto, Werkzeug. Aus diesem Grund ist Ihre körperliche und geistige Gesundheit das kostbarste Gut. Diese Gesundheit ist das Alpha und das Omega Ihres Lebens. Ihr Körper ist wirklich das einzige, was Ihnen gehört. Alles andere kann man Ihnen rauben und stehlen. Was Sie jedoch an Wissen im Kopf haben, dass kann Ihnen niemand so leicht nehmen (obwohl gewisse Regierungsinstitutionen durchaus Methoden entwickelt haben, Ihr Gehirn durch psychologische Tricks zu zerstören; aber das ist ein anderes Thema.) Im Notfall müssen Sie also draussen nackt im Winter überleben können. Dieser Fall dürfte aber eher unwahrscheinlich sein, weil Sie schon vorher dafür sorgen werden, dass Sie gut genug ausgerüstet sind.


Gesundheit

Nach dem Totalkollaps wird es weder eine ausreichende Medikamentenversorgung geben, noch ein funktionsfähiges Gesundheitssystem. Nebenbei bemerkt, wird diese Tatsache ohnehin schlagartig für eine gesundheitliche Verbesserung der Gesamtbevölkerung sorgen. Im heutigen Krankheitssystem profitieren verschiedene Personen und Institutionen nur von chronisch kranken Menschen, die viel Geld in die Kassen spülen. Heute besteht kein Interesse daran, die Menschen aufzuklären, und sie zu dauerhafter Gesundheit zu führen.

Aber nun sind Sie ja ein Mensch, der sich auf die kommende Weltkrise vorbereiten möchte. Sie sind hier auf dieser Seite gelandet, um sich darüber zu informieren, wie Sie gesund bleiben können.

Die wichtigste Medizin ist unsere Ernährung. Im Hinblick auf Ihre Gesundheit sollten Sie also zu einer ursprünglichen Nahrung zurückfinden. Eliminieren Sie alle Süchte, z.B. nach Alkohol, Zigaretten, Drogen. Diese könnten für Unruhe sorgen, wenn Sie sie in der Krise nicht beschaffen könnten (es sei angemerkt: diese Gifte sind im Krisenfall wertvolle Tauschmittel). Durch den Verzicht von Drogen können Sie zudem Krankheiten und Organschäden verhindern. Ausserdem wird Ihr Denken nicht mehr durch das körperliche Verlangen nach Suchstoffen bestimmt.

Essen Sie wie ein Bauer vor hundert Jahren. Das heißt: naturbelassene Nahrung, am besten direkt aus dem eigenen Garten. Essen Sie kerniges Schrotbrot. Wenn möglich, verzichten Sie auf Fleisch und Tierprodukte. Wenn Sie darauf nicht verzichten können (wollen), reduzieren Sie den Fleischverzehr auf den "Sonntagsbraten", so wie es die Landbevölkerung noch vor hundert Jahren handhabte. Ausnahmslos allen Menschen fehlt das Enzym Uricase, welches für die Verdauung des Fleisches nötig ist. Ihr Körper gewinnt durch natürliche Nahrung an Vitalität und Spannkraft. Halten Sie Ihren Körper rein, und vergiften Sie ihn nicht. Sie haben nur eine Leber, einen Magen, einen Darm und nur zwei Nieren. Den Ausfall eines Organs oder eine schwere Erkrankung könnten Sie sich in der Krise beim besten Willen nicht leisten.

Essen Sie vornehmlich rohe Nahrung. Gekochte Nahrung ist eigentlich unnatürlich, da kein Tier auf dieser Welt seine Nahrung kocht und erst durch erhitzen genießbar machen muss. Sich rein rohköstlerisch zu ernähren, ist in Mittel- und Nordeuropa fast unmöglich. Finden Sie deshalb eine passende Gratwanderung zwischen viel roher Nahrung und wenig gekochter Nahrung. Sie können sich auch die asiatische Küche zum Vorbild nehmen, wo z.B. Gemüse nur sehr kurz aber sehr heiß angebraten wird. Sie haben das Gefühl gekochte Nahrung zu essen, verzehren aber hauptsächlich unzerkochte Nahrung. Früher sagte man: "Iss roh, und du wirst froh. Iss kalt, und du wirst alt."

Verzichten Sie auf unnatürliche Nahrung, Genussmittel und denaturierte Nahrung. Unnatürlich sind z.B.: Weißzucker, Weiß(Weizen-)mehle, Milch- und Milchprodukte aus Kuhmilch (andere Lebewesen trinken nur im Kindesalter Muttermilch, und dann auch nur arteigene Milch, sprich: Muttermilch. Kein Säugetier dieser Erde trinkt nach dem Abstillen weiterhin Milch, nur der Mensch). Kaffee ist ein starkes Reizmittel für Gehirn, Magen und Darm. Wenn Sie z.B. längere Zeit auf coffeinhaltige Genussmittel verzichten, können Sie mit einer Tasse Kaffee eine Nacht lang bei voller Konzentration durcharbeiten. Wenn Sie ständig Coffein zuführen, gewöhnt sich der Körper daran, und die anregende Wirkung bleibt aus. Verzichten Sie ausserdem auf stark gesalzene oder stark gewürzte Nahrungsmittel.

Merke: Ernährungsvorsorge heißt nicht, sich den Keller mit Gulaschkonserven, Kaffee, Zucker und Weizenmehl vollzustopfen. Eine richtige Krisenvorsorge fängt heute schon an: mit einer gesunden, naturbelassenen und richtigen Ernährungsweise. Ihre Nahrung sei Ihre Medizin. Körperliche und geistige Gesundheit sei Ihr kostbarstes Gut. Sie können sich ohne Geld auf ein Krisenszenario vorbereiten. Und das Geld, dass Sie nun durch Ihre vereinfachte Ernährungsweise einsparen, können Sie besser in sinnvolle Ausrüstung stecken.



Wissen.

Wissen ist Macht. Gerade in Krisenzeiten. Eine gut ausgestattete "Überlebensbibliothek" wird in Krisenzeiten viel wert sein. Eine Goldmünze können Sie genau einmal ausgeben. Wissen dagegen kann immer wieder neu benutzt, weiterentwickelt und vervielfältigt werden. Wissen können Sie leicht erwerben. Das Internet bietet fantastische Möglichkeiten, sich verschiedene Techniken, Anleitungen oder Tipps zu besorgen. Wissen in Papierform ist noch besser, weil Sie nach der Krise nicht mehr dauerhaft Ihren Laptop zu Rate ziehen können. Optische und magnetische Datenträger zersetzen sich im Laufe der Zeit, und in der Krise stehen Sie vielleicht vor einem Haufen korrupter Daten, die Sie nicht mehr nutzen können. Besser ist es, sich viel anzulesen und praktisch zu erlernen. Was Sie im Kopf und in den Fingern haben, kann Ihnen niemand nehmen. Ausserdem machen Sie sich als "Universalgelehrter" unersetzlich (kann auch hilfreich sein, wenn Sie z.B. in Gefangenschaft geraten usw.).

Fachbibliotheken sind eine ideale Möglichkeit, um Bücher günstig lesen zu können. Lassen Sie unwichtiges beiseite, schulen Sie Ihr geistiges Auge auf Techniken die auch ohne Strom, komplizierte Geräte und ohne Erdöl funktionieren. Ein Beispiel: Es macht wenig Sinn, einen modernen Automotor verstehen und reparieren zu wollen. Der Bau und das Funktionsprinzip eines Holzvergaser-Motors wäre für Überlebenskünstler wesentlich interessanter. Lesen, lernen und kopieren Sie nur solche Sachen, die auch in einer umfassenden Krise Bestand haben. Z.B. Wissen über Maschinen die reparierbar, durchschaubar und leicht bedienbar sind. Heutige landwirtschaftliche Geräte sind ein Haufen unbrauchbaren Metalls, wenn Erdöl fehlt. Landwirte können eine riesige Pflugschar, eine Saatmaschine, Mähmaschine oder eine Ballenpresse nicht mit Muskelkraft oder per Dampfmaschine betreiben. Aber sehr wohl die Geräte, die noch vor 60 Jahren in der Landwirtschaft verwendet wurden (Sense, Dreschflegel, Heureuter, einfache Pflüge usw.). Auf lange Sicht wird die Landwirtschaft wieder zu alten Methoden ihrer Vorfahren zurückfinden müssen.

Was haben unsere Vorfahren gemacht? Wenn Sie einen handwerklichen Beruf erlernt haben, versuchen Sie herauszufinden, wie Ihre Vorfahren gearbeitet haben. Der Holzfachmann besorgt sich entsprechende Handgeräte von "anno dazumal". Der Metallarbeiter überlegt, wie man zu Beginn der industriellen Revolution gearbeitet hat, wie Eisen auf primitive Art und Weise verarbeitet werden kann, wie man sich einen Schmelzofen, eine Schmiedesse und das nötige Werkzeug dazu herstellt bzw. organisiert. Das gilt für alle Berufe. Wenn Sie einen der heutigen "sinnlosen" Berufe haben, dann schaffen Sie sich ein zweites Standbein mit einem Hobby. Lernen Sie meinetwegen Töpfern, Stricken, Häkeln, Kochen, legen Sie sich einen Garten zu, werden Sie geschickt im Fahrräder-Reparieren oder knüpfen Sie Netzwerke damit Sie sich mit anderen im Krisenfall austauschen und aushelfen können.
Alle diese Techniken sind kostengünstig, oft gar kostenlos, erlernbar. Wichtig ist, das geistige Auge darauf zu trainieren, zu erkennen, welche Dinge wichtig und wertvoll nach einer Krise sein könnten. Wenn Sie diese Grundregeln beherzigen, ist das ein sehr guter Anfang für eine fundierte Krisenvorbereitung.

Verzichten Sie z.B. auf Bücher die teuer sind und wenig bringen. Das heißt, kaufen Sie nur Fachliteratur mit praktischen Anleitungen. Theoretische Ausführungen warum und wie es eine "Finanzkrise" oder einen "Dollar-Crash" gibt, braucht Sie eigentlich nicht zu interessieren. Wir wissen ohnehin, dass dieses ganze System und sein Zusammenbruch unvermeidlich sind. Wichtig ist zu wissen, wie Sie durchkommen. Ihr Geld geben Sie nicht für Jux und Tollerei aus, sondern für gute Ausrüstung und Dinge, die Ihnen Wissen vermitteln.

Merke:Beschränken Sie Ihren Wissenserwerb auf praktische, leicht erlernbare und nachbaubare Techniken. Vergessen Sie modernes "Expertenwissen" und theoretische Erläuterungen. Besorgen und erlernen Sie "Primitivwissen" was in jeder Situation brauchbar ist. Wissen kann heute noch leicht und meistens kostengünstig erworben werden. Wissen ist eine Investition in eine unsichere Zukunft. Eine Investition die Ihnen mehr bringt als das Horten von High-Tech-Ausrüstung, Goldmünzen und komplexen Maschinen die in einer finalen Weltkrise wertlos sein werden.
Low-tech anstatt High-tech!



Generelle Einsparungen. Im Haushalt können Sie mit wenigen Investionen auf krisensicheren Betrieb umrüsten. Details können Sie sich selbst ausdenken und Ihren Verhältnissen anpassen. Überlegen Sie, welche Geräte im Grunde genommen nutzlos sind. Vielleicht verzichten Sie auf eine neue Mikrowelle, den neuen PC und den neuen Plasma-TV. Vielleicht tut es noch die günstigere Fernseh-Röhre, die ohnehin weniger Strom verbraucht. Vielleicht kaufen Sie anstatt eines neuen Induktionskochfeldes lieber einen alten Gasherd (wird sogar oft in der Zeitung verschenkt). So ein Herd funktioniert immer, wenn Sie eine Gasflasche haben. Vielleicht auch sogar mit Biogas. Ausserdem ist er günstiger. Gas ist ohnehin ein Abfallprodukt der Erdölindustrie und wird oft einfach abgefackelt. Rüsten Sie um. Wenn Sie einen Kaminanschluss haben, besorgen Sie sich einen guten gebrauchten "Oma-Holzherd" für die Küche. Damit können Sie in der größten Krise durchkommen, und wenn Sie darin alte Äste, Laub, trockenes Gras und Altpapier verbrennen. Solche Geräte funktionieren immer. Die elektrische Kaffeemaschine wird durch handbetriebene Geräte ersetzt. Die elektrische Kaffee- oder Getreidemühle sowieso. Verzichten Sie auf den Kauf solchen Schnickschnacks. Lassen Sie sich zu Weihnachten oder zum Geburtstag Bücher, Ausrüstung oder Bargeld schenken (kein Parfüm, kein Wein, keine Blumen die ohnehin nur dahinwelken). Und verschenken Sie selbst nur dauerhafte und sinnvolle Sachen.

Bevorzugen Sie mechanische Geräte. Elektronik ist anfällig und funktioniert nur, wenn Sie eine gewisse Infrastruktur aufbauen oder verwenden können. Legen Sie eine alte mechanische Schreibmaschine zurück. Ersetzen Sie Ihre elektronische Briefwaage demnächst durch eine mechanische. Ihre elektrische Brotschneidemaschine ersetzen Sie durch eine mechanische oder - besser - kaufen Sie sich ein ordentliches Messer (das überlebt wenigstens die nächsten 100 Jahre). Überlegen Sie, welche Sachen vor 50 Jahren im Haushalt und in der Landwirtschaft verwendet wurden. Versuchen Sie diese per Zeitungsannoncen ("Wer verschenkt....") zu bekommen. Solche Dinge landen heute oft auf dem Sperrmüll oder werden anderweitig entsorgt. Oft sind die Menschen jedoch froh, wenn die Sachen noch von jemandem benutzt werden. Wenn Sie Platz haben, bauen Sie eine Art Museum mit alten Sachen, Geräten und Maschinen auf.

Vereinfachen Sie Ihr Leben. Überlegen Sie, was Sie wirklich im Leben brauchen. Eliminieren Sie Zeiträuber wie Tageszeitung und Fernsehen. Es steht sowieso immer der gleiche Mist drin. Wenn Sie den Fernseher einschalten, dann nur zu ausgewählten Sendungen oder Nachrichten. Lassen Sie Ihre Kinder nicht verdummen. Setzen Sie Ihr Kind nicht vor den Fernseher oder die Spielkonsole. Zeigen Sie ihm oder ihr praktische Fähigkeiten. Gehen Sie mit der Familie raus in die Natur, und lernen Sie die Landschaft kennen. Halten Sie Ausschau nach alten Haselnuss-Hecken. Nach Buchenwäldern, alten, vergessenen Obstbäumen. Krempeln Sie Ihr Leben Stück für Stück um. Kehren Sie zurück zu den Wurzeln der Menschheit und lernen Sie, wie indigene Völker überlebt haben. Lassen Sie Ihr altes, langweiliges Leben hinter sich. Ab heute beginnt der Rest Ihres Lebens. Ab heute beginnt das Abenteuer "Überlebenstraining" für Sie. Bisher wurden Sie gelebt. Jetzt nehmen Sie die Dinge selbst in die Hand.

Merke:Lebe einfach!


Dieser Text wurde veröffentlicht am Mittwoch, 25. November 2009.
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