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Survival Press - wie alles entstand. von Manuel

Der Verlag Survival Press wurde von Manuel Baetz (*1980) im Jahre 1999 gegründet. Damals befand sich der Verlag noch in Radolfzell am Bodensee. Begonnen hatte alles mit einem Buch namens "Schwarzpulver für Survival", welches in der Erstauflage im Jahre 1999 erschien. Zu dieser Zeit gab es kaum deutsche Fachliteratur über die Themenbereiche Pyrotechnik, Sprengstoffchemie und Sprengtechnik. Diese Lücke füllten wir mit zahlreichen Reprints älterer Fachliteratur, die auch heute noch über unseren Shop beziehbar sind.

Im Laufe der Jahre kamen dann auch immer wieder neue Titel von anderen Klein- und "Hinterhofverlagen" ins Programm, so dass wir heute eine Fülle von handverlesenen Bücher anbieten können, die Sie im normalen Buchhandel nicht finden.

Da wir viele unserer Kleinschriften und Broschüren selbst drucken, können wir unseren Kunden beste inhaltliche Qualität zu einem sehr günstigen Preis anbieten. (Oder wo sonst finden Sie vergriffene Raritäten für 2 oder 3 Euro?). Mir als Offset-Drucker ("autodidaktisch erlernt") stehen momentan folgende Maschinen zur Verfügung:

  • AM Multigraphics 3850 (A3+)
  • AM Multilith 1218 (A3+)
  • Heidelberger TOK
  • AM Multigraphics 3875 (Tandem A3, wird von mir gerade generalüberholt, daher noch nicht in Betrieb)


Angefangen hat alles mit einer uralten Rotaprint (die erste war eine total schrottige RTA2 Tisch-Offsetmaschine, die aber durchaus ein paar tausend Broschüren gedruckt hat), dann kam eine alte Rotaprint R40 aus dem Jahre 1974 dazu (für 300.- bei ebay ersteigert) und derzeit arbeite ich mit den oben erwähnten Offset-Maschinen. Oftmals werden diese Wunderwerke der Technik für wenig Geld abgegeben, weil niemand mehr diese Maschinen beherrscht. Oder oft nur Kleinigkeiten defekt sind, und sich niemand selbst an die Reparatur traut (ich schon :-). So habe ich immer mit sehr wenig finanziellem Einsatz sehr gute Maschinen bekommen, die ich, soweit es die Fähigkeiten zulassen, selbst warte und repariere.

An Verarbeitungsmaschinen stehen noch einige Zusammentragmaschinen zur Verfügung (eine uralte KAS-Spacesaver und eine ebenso betagte Bourg AE-22 mit Heft- und Falzaggregat) sowie noch Belichter, Falz- und Heftmaschinen, Schneidemaschinen und alte Drahtheftgeräte.

Ziel des Verlags war stets, fundierte und preislich moderate Bücher anzubieten. Bücher, die sich wirklich jeder leisten kann. Dieses Ziel verfolgen wir nun schon seit fast zehn Jahren mit wachsendem Interesse. Während sich vor zehn Jahren im Internet auf schwarzpulver.com (Vorgänger von survivalpress.org) nur ein kleines, elitäres und ebenso verschrobenes Grüppchen über den "Zusammenbruch" der Gesellschaft und sonstige apokalyptische Themen austauschte, so sind heute die Themen Wirtschaftskrise, Crash und der bevorstehende Zusammenbruch des Systems eigentlich schon mitten in der Gesellschaft angekommen. Wir hoffen daher, dass wir mit unseren Büchern und Informationen Wege aufzeigen können, wie eine sinnvolle Vorbereitung auf die kommende Weltkrise aussehen könnte. Diese Arbeit ist noch lange nicht zu Ende.
Ganz im Gegenteil, sie hat erst richtig begonnen. Gerade in unserem "Praktischen Survival Magazin" möchten wir viele Aspekte aufzeigen, wie man sich vorbereiten kann, aber auch die Zukunft des Planeten Erde mit allen seinen Lebewesen bewahren kann. Denn eine gesunde Landbasis - die uns und alle Lebewesen auf diesem Planeten ernährt - ist das allerhöchste Gut. Ohne unsere gesunde Landbasis können wir nicht überleben. Daher versuchen wir immer wieder einen Spagat zwischen "althergebrachten Wissen" und neuen Erkenntnissen. Denn wir wollen nicht kritiklos alle "Errungenschaften" unserer Vorfahren übernehmen, sondern auch einen Weg für das Überleben im 21. Jahrhundert finden. Deswegen findet man in unseren Produkten ein Sammelsurium von interessanten, lehrreichen oder kuriosen Themen. Alle diese Beiträge haben aber eines gemeinsam: sie setzen sich mit dem Ende dieser Zivilisation auseinander und zeigen einen Weg diesen Zusammenbruch überstehen zu können. Aber sie zeigen auch, wie man mit Hilfe einfacher Primitivtechnologien und Wissen aus vergangener und neuer Zeit eine nachhaltige (!) Wirtschafts- und Lebensweise wieder aufbauen könnte. Ein System, welches sich nicht großtechnische Errungenschaften zum Vorbild nimmt, sondern vielleicht eher die Lebensweise indigener Völker, aber mit dem technologischen Stand des 19. Jahrhunderts.

Wir wissen nicht, ob unsere Ahnungen stimmen. Aber es kann nicht schaden, sich Wissen anzueignen und ein gewisses Maß an Autarkie im Hinblick auf Ernährung, Obdach, Handwerk, Technik und im Leben allgemein anzustreben. Stark vernetzte Systeme wie das heutige (global-vernetzt) neigen dazu, instabil zu werden. Die Natur strebt autarke Systeme an. Sie bringen Stabilität und sind dauerhafter als künstlich geschaffene Strukturen.

In diesem Sinne: leben Sie so einfach wie möglich. Versuchen Sie, von diesem industriell-technischen System so unabhängig wie möglich zu werden. Denn dieses System kann niemals nachhaltig oder dauerhaft sein. Es wird eines Tages zusammenbrechen, oder wir Menschen werden es eines Tages aus freien Stücken abreissen und zur ursprünglichen Lebensweise zurückkehren. In beiden Fällen bleibt Ihnen nicht erspart, eine völlig neue Lebensweise anzunehmen. Machen Sie sich also schon mal mit dem Gedanken vertraut, dass die Tage dieses ausbeuterischen Systems bereits gezählt sind. Denken Sie stets daran: Die Zivilisation kann und wird niemals nachhaltig sein. Alle künstlich geschaffenen Zivilisationen in der Geschichte der Menschheit sind irgendwann zusammengebrochen. Überlebt haben nur die, die sich flexibel auf neue Gegebenheiten einstellen konnten, und die bereit waren, sich anzupassen.

Ihr,
Manuel Baetz

Dieser Text wurde veröffentlicht am Montag, 23. November 2009.
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